Ratgeber · Allgemein · Aktualisiert:

Glossar: alle Fachbegriffe auf VersusIndex erklärt

Auf VersusIndex vergleichen wir Geräte anhand ihrer technischen Daten. Viele dieser Angaben stammen aus EU-Normen und amtlichen Listen und haben eine genaue Bedeutung. Dieses Glossar erklärt jeden Begriff, der auf unseren Produkt- und Vergleichsseiten vorkommt, sortiert nach Produktkategorie. Auf der Website finden Sie bei vielen Feldern außerdem ein ⓘ mit einer Kurzerklärung.

Allgemeine Begriffe

kW und kWh

Kilowatt (kW) ist Leistung, also wie schnell ein Gerät Energie aufnimmt oder abgibt. Kilowattstunde (kWh) ist Energie: 1 kW eine Stunde lang. Ihre Stromrechnung zählt kWh; Hausanschluss und Sicherungen begrenzen die kW.

Phasen

Die meisten Häuser in Deutschland haben einen dreiphasigen Anschluss (3 × 230 V). Ob ein Gerät ein- oder dreiphasig arbeitet, bestimmt, wie viel Leistung es beziehen oder einspeisen kann, und ist vor allem bei Wallboxen, Wechselrichtern und Speichern wichtig.

Schallleistung

Die Schallleistung in dB(A) ist die gesamte Schallenergie, die ein Gerät abstrahlt, gemessen nach Norm. Sie ist der faire Vergleichswert zwischen Geräten. 3 dB weniger bedeuten eine Halbierung der Schallleistung.

Schalldruck

Der Schalldruck ist das, was an einem bestimmten Ort ankommt; er hängt von Abstand und Umgebung ab. Für den Nachbarschaftsschutz zählt der Schalldruck am Immissionsort, den die TA Lärm begrenzt – nachts zum Beispiel 35 dB(A) in reinen und 40 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten 1. In 5 m Abstand liegt der Schalldruck im Freifeld rund 22 dB unter der Schallleistung.

IP-Schutzart

Der IP-Code gibt den Schutz gegen Fremdkörper und Staub (erste Ziffer) und Wasser (zweite Ziffer) an. IP54 ist spritzwassergeschützt, IP65 strahlwassergeschützt; für Geräte im Freien ohne Überdachung ist IP54 oder höher üblich.

IK-Schutzgrad

Der IK-Code beschreibt die Stoßfestigkeit eines Gehäuses von IK00 bis IK10. IK10 hält einem Schlag von 20 Joule stand – sinnvoll für Wallboxen an Stellplätzen, an denen etwas anstoßen kann.

Kältemittel

Das Arbeitsmedium im geschlossenen Kreislauf von Wärmepumpe oder Klimaanlage. Verbreitet sind R290 (Propan), R32 und das ältere R410A. In unserer Wärmepumpen-Datenbank nutzt die große Mehrheit der Modelle R290.

GWP

Das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential) gibt an, wie stark ein Kältemittel bei Freisetzung zur Erderwärmung beiträgt, bezogen auf CO₂. R290 liegt nahe null, R32 bei einigen Hundert, R410A über 2.000. Die EU-F-Gase-Verordnung schränkt Kältemittel mit hohem GWP in kleinen Wärmepumpen und Klimageräten schrittweise ein 2.

Kältemittelmenge

Die Füllmenge in Kilogramm. Zusammen mit dem GWP bestimmt sie die Klimawirkung bei einer Leckage; bei brennbaren Kältemitteln wie R290 beeinflusst sie auch die Aufstellregeln.

Minimale Betriebstemperatur

Die niedrigste Umgebungstemperatur, bei der ein Gerät laut Hersteller noch arbeitet – wichtig für Wallboxen und Speicher im Freien oder in einer unbeheizten Garage.

Garantie

Die Herstellergarantie in Jahren. Achten Sie auf die Bedingungen: Manchmal gilt die volle Laufzeit nur nach Registrierung oder bei Installation durch einen Fachbetrieb. Bei Modulen und Speichern gibt es zusätzlich eine Leistungsgarantie (siehe unten).

Wärmepumpen

Wärmepumpentyp

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft, eine Sole/Wasser-Wärmepumpe das Erdreich über Sonden oder Kollektoren, eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe das Grundwasser. Hybridsysteme kombinieren die Wärmepumpe mit einem Gas- oder Ölkessel.

Vorlauftemperatur

Die Temperatur des Heizwassers, das zu Fußbodenheizung oder Heizkörpern fließt. Normwerte gibt es für 35 °C (Flächenheizung) und 55 °C (Heizkörper). Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.

SCOP

Der Seasonal Coefficient of Performance ist die jahreszeitbedingte Leistungszahl für ein durchschnittliches europäisches Klima. SCOP 5 bedeutet im Mittel 5 kWh Wärme pro kWh Strom. Wir zeigen die SCOP bei 35 °C und 55 °C; der Median in unserer Datenbank liegt bei etwa 4,9 bzw. 3,7.

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die JAZ beschreibt, wie effizient eine Wärmepumpe in einem konkreten Gebäude über ein Jahr arbeitet. Sie wird vom Planer berechnet oder im Betrieb gemessen und kann deutlich von der genormten SCOP abweichen. Herstellerlisten nennen deshalb die SCOP, nicht die JAZ.

Jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ηs

Die offizielle Kennzahl (in %) hinter dem Energielabel. Für Wärmepumpen gilt ungefähr ηs = SCOP ÷ 2,5 × 100 − 3 3. Nennt eine Quelle nur ηs, rechnen wir die SCOP damit um; bei Sole- und Wasser-Wärmepumpen ist diese Näherung etwas zu niedrig.

Effizienzklasse

Das EU-Energielabel für Raumheizgeräte reicht von A+++ bis D und wird aus ηs bestimmt 3. Es gibt eine Klasse für 35 °C und eine für 55 °C. Bei 35 °C erreichen die meisten modernen Wärmepumpen A+++.

COP

Die Leistungszahl an einem einzelnen Messpunkt bei Volllast. A7/W35 heißt 7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf; A2/W35 und A-7/W35 zeigen, wie die Effizienz bei Kälte sinkt. Der COP ist eine Momentaufnahme und nicht mit der SCOP vergleichbar.

Heizleistung (A7/W35)

Die Wärmeleistung bei 7 °C Außentemperatur und 35 °C Vorlauf. Bei Frost liefert eine Luft-Wärmepumpe weniger. Für die richtige Größe braucht es eine Heizlastberechnung des Gebäudes.

Nennleistung (Prated)

Die Auslegungsleistung aus dem Energielabel bei 35 °C oder 55 °C, bezogen auf die Auslegungstemperatur von −10 °C im durchschnittlichen Klima 3. Sie sagt mehr über die Leistung an kalten Tagen als die Heizleistung bei A7/W35.

Maximale Leistungsaufnahme

Die höchste elektrische Leistung, die die Wärmepumpe aus dem Netz bezieht. Relevant für Hausanschluss, Absicherung und die Einordnung als steuerbare Verbrauchseinrichtung.

Maximale Vorlauftemperatur

Die höchste Vorlauftemperatur ohne Heizstab. Wer Heizkörper behalten oder viel Warmwasser bereiten will, profitiert von 60–75 °C, allerdings sinkt dabei die Effizienz.

Minimale Außentemperatur

Die niedrigste Außentemperatur, bei der die Wärmepumpe noch heizt. Darunter übernimmt ein Heizstab oder der Zweitwärmeerzeuger.

Leistungsregelung

Wie die Wärmepumpe ihre Leistung anpasst. Ein modulierender (Inverter-)Verdichter läuft bei geringem Wärmebedarf langsamer; das ist effizienter und leiser als ständiges Ein- und Ausschalten.

SG Ready

Eine genormte Schnittstelle, über die ein Energiemanagementsystem, Wechselrichter oder Speicher die Wärmepumpe ansteuern kann, etwa um bei PV-Überschuss mehr zu heizen. Nahezu alle Wärmepumpen in unserer Datenbank haben sie. Davon zu unterscheiden ist die Steuerung durch den Netzbetreiber nach §14a EnWG 4.

Steuerbare Verbrauchseinrichtung (§14a EnWG)

Neue Wärmepumpen, Wallboxen, Speicher und Klimaanlagen mit mehr als 4,2 kW Leistung dürfen seit 2024 vom Netzbetreiber bei Netzengpässen gedimmt werden, aber nie unter 4,2 kW. Im Gegenzug zahlen Sie ein reduziertes Netzentgelt 4.

BEG-Förderung und BAFA-Liste

Die Heizungsförderung der KfW (Programm 458) setzt voraus, dass die Wärmepumpe auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen des BAFA steht 5,6. Für Luft/Wasser-Wärmepumpen muss die Schallleistung der Außeneinheit seit 2026 mindestens 10 dB unter den Ökodesign-Grenzwerten liegen 7. Details stehen in unserem Förderratgeber.

Wallboxen

AC- und DC-Laden

Zu Hause laden Sie mit Wechselstrom (AC); das Ladegerät im Auto wandelt ihn in Gleichstrom für die Batterie um. Schnellladesäulen liefern direkt Gleichstrom (DC) und sind viel leistungsstärker, aber auch viel teurer.

Maximale Ladeleistung

Die höchste Leistung der Wallbox: 11 kW oder 22 kW bei dreiphasigem Anschluss. Eine 11-kW-Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden, eine 22-kW-Wallbox braucht seine Genehmigung. Viele Autos laden AC ohnehin mit höchstens 11 kW.

Strom je Phase

Der maximale Strom in Ampere je Phase, meist 16 oder 32 A. Leistung ≈ Spannung × Strom × Phasen: 3 × 230 V × 16 A ≈ 11 kW.

Minimaler Ladestrom

Der niedrigste Ladestrom laut Ladestandard: 6 A. Einphasig sind das etwa 1,4 kW, dreiphasig etwa 4,1 kW – wichtig dafür, ab wie viel PV-Überschuss geladen werden kann.

Typ-2-Anschluss

Der europäische Standardstecker für AC-Laden. Wallboxen gibt es mit fest angeschlagenem Kabel oder mit Steckdose für ein eigenes Kabel; die Kabellänge geben wir separat an.

1↔3-Phasenumschaltung

Die Wallbox wechselt während des Ladens zwischen ein- und dreiphasig. So lädt sie bei wenig PV-Überschuss einphasig ab etwa 1,4 kW weiter und schaltet bei viel Sonne auf drei Phasen.

Dynamisches Lastmanagement

Die Ladeleistung passt sich automatisch dem übrigen Verbrauch im Haus oder weiteren Wallboxen an, damit die Hauptsicherung nicht auslöst. Dafür ist meist ein zusätzlicher Zähler oder eine Anbindung an ein Energiemanagementsystem nötig.

P1-Schnittstelle

Die Datenschnittstelle niederländischer und belgischer Smart Meter. In Deutschland spielt sie kaum eine Rolle; hier übernehmen ein eigener Zähler, der Wechselrichter oder ein Energiemanagementsystem die Messung.

PV-Überschussladen

Die Wallbox lädt nur oder überwiegend mit Solarstrom, den Ihre PV-Anlage gerade übrig hat. Oft ist dafür ein Zähler oder eine Kopplung mit dem Wechselrichter nötig.

OCPP

Das Open Charge Point Protocol ist der offene Standard für die Kommunikation zwischen Wallbox und Backend 8. So bleiben Sie bei App und Abrechnungsdienst flexibel. Version 1.6J ist verbreitet, 2.0.1 neuer.

OCA-Zertifizierung

Die Open Charge Alliance prüft und zertifiziert die OCPP-Umsetzung einer Wallbox 8. Das verringert Kompatibilitätsprobleme beim Wechsel des Backends.

ISO 15118 und Plug & Charge

Ein Standard für die Kommunikation zwischen Auto und Wallbox. Er ermöglicht Plug & Charge (Laden und Abrechnen ohne Karte oder App) und ist Voraussetzung für bidirektionales Laden.

Bidirektionales Laden (V2H/V2G)

Die Wallbox kann Strom aus der Autobatterie ins Haus (Vehicle-to-Home) oder ins Netz (Vehicle-to-Grid) zurückspeisen. Wallbox und Auto müssen das beide unterstützen.

MID-Zähler

Ein nach der EU-Messgeräterichtlinie (MID) zertifizierter Zähler 9. Er ist die Grundlage, um geladene Energie belastbar zu erfassen, etwa für die Erstattung durch den Arbeitgeber.

Eichrecht

Das deutsche Mess- und Eichrecht. Wer Ladestrom an Dritte abrechnet, etwa an Mieter oder Besucher, braucht eine eichrechtskonforme Wallbox mit entsprechend geprüfter Messung. Für rein private Nutzung ist das keine Pflicht.

Fehlerstromschutz und 6-mA-DC-Erkennung

Eine Wallbox muss gegen Fehlerströme geschützt sein, auch gegen Gleichfehlerströme aus dem Auto. Erkennt die Wallbox Gleichfehlerströme ab 6 mA selbst, genügt in der Regel ein FI-Schutzschalter Typ A statt des teureren Typ B. Die Entscheidung trifft der Elektrofachbetrieb nach den Installationsvorschriften.

RFID

Ein Kartenleser, mit dem der Ladevorgang per Ladekarte freigegeben wird. Nützlich gegen Fremdnutzung und um Ladevorgänge je Karte zu erfassen.

LTE, WLAN und Ethernet

Die Internetanbindung für App, Updates und OCPP. Ein Netzwerkkabel ist am zuverlässigsten; LTE hilft, wenn das WLAN nicht bis zum Stellplatz reicht.

Standby-Verbrauch

Der Stromverbrauch der Wallbox, wenn sie nicht lädt. 5 W Standby ergeben über ein Jahr gut 40 kWh.

OZEV

Die britische Behörde Office for Zero Emission Vehicles führt eine Liste förderfähiger Wallboxen. In Deutschland hat der Eintrag keine Bedeutung, zeigt aber, dass ein Modell die britischen Smart-Charging-Vorgaben erfüllt.

Heimspeicher

Nutzbare Kapazität

Die Energiemenge in kWh, die Sie dem Speicher tatsächlich entnehmen können. Das ist der richtige Wert für Vergleiche.

Nennkapazität

Die Gesamtkapazität der Zellen laut Hersteller. Ein Teil bleibt zum Schutz der Zellen ungenutzt, nutzbar ist daher meist etwas weniger. Fehlt die nutzbare Kapazität, zeigen wir die Nennkapazität.

Kleinste Konfiguration und Erweiterbarkeit

Modulare Speicher bestehen aus einzelnen Batteriemodulen. Die kleinste Konfiguration ist der Mindestausbau, „erweiterbar auf“ die größte Kapazität, die Sie später durch zusätzliche Module erreichen.

Lade- und Entladeleistung

Die Leistung in kW, die der Speicher dauerhaft aufnehmen oder abgeben kann. Ein 10-kWh-Speicher mit 2,5 kW Entladeleistung deckt die Abendspitze mit Backofen und Wasserkocher nicht vollständig.

Spitzenleistung

Die Leistung, die der Speicher kurzzeitig (Sekunden bis Minuten) abgeben kann, etwa für Geräte mit hohem Anlaufstrom.

Round-Trip-Wirkungsgrad

Wie viel der gespeicherten Energie nach Laden und Entladen zurückkommt. Bei 90 % erhalten Sie von 10 kWh Eingang 9 kWh zurück; der Rest geht als Wärme verloren.

Entladetiefe (DoD)

Depth of Discharge: welcher Anteil der Nennkapazität genutzt werden darf. Bei 90 % DoD und 10 kWh Nennkapazität sind 9 kWh nutzbar.

Zellchemie (LFP)

Die Art der Lithiumzellen. Fast alle Heimspeicher in unserer Datenbank nutzen Lithium-Eisenphosphat (LFP): etwas weniger Energie pro Kilogramm als andere Lithiumtypen, dafür sicherer, kobaltfrei und zyklenfest.

AC- und DC-Kopplung

Ein AC-gekoppelter Speicher hat einen eigenen Batteriewechselrichter und lässt sich zu jeder bestehenden PV-Anlage nachrüsten. Ein DC-gekoppelter Speicher hängt an einem Hybridwechselrichter; das ist etwas effizienter, bindet Sie aber an dessen Hersteller.

Notstrom und Ersatzstrom

Bei einem Netzausfall versorgt der Speicher das Haus oder einzelne Stromkreise weiter. Oft ist dafür eine zusätzliche Umschalteinrichtung nötig; manche Systeme versorgen nur eine einzelne Notstromsteckdose.

Inselbetrieb

Der Speicher kann zusammen mit der PV-Anlage ganz ohne Netz betrieben werden. Für ein normales Haus mit Netzanschluss ist das selten nötig.

Stecker-Speicher

Ein Speicher, der per Stecker an eine normale Steckdose angeschlossen wird, meist zusammen mit einem Balkonkraftwerk und mit bis zu etwa 800 W. Günstig und ohne Elektriker, aber mit begrenzter Leistung.

Dynamischer Stromtarif

Der Speicher lädt automatisch bei niedrigen und entlädt bei hohen Börsenstrompreisen eines dynamischen Tarifs. Ob sich das lohnt, hängt von Preisabstand, Wirkungsgrad und Ihren Netzentgelten ab.

Zyklen und Durchsatzgarantie

Ein Zyklus ist einmal vollständig laden und entladen. Hersteller garantieren eine Zahl von Zyklen oder einen Gesamtdurchsatz in MWh; was zuerst erreicht ist, beendet oft die Leistungsgarantie, auch wenn die Jahre noch nicht um sind.

Klimaanlagen

Split, Monoblock und mobil

Ein Split-Gerät hat eine Innen- und eine Außeneinheit, verbunden durch Kältemittelleitungen. Ein Monoblock sitzt komplett innen an der Außenwand. Ein mobiles Gerät bläst die Abwärme über einen Schlauch nach draußen und ist am wenigsten effizient.

Kühl- und Heizleistung

Die Nennleistung in kW beim Kühlen bzw. Heizen. Ein zu kleines Gerät kühlt nicht ausreichend, ein zu großes taktet häufig und arbeitet weniger effizient.

SEER

Die Seasonal Energy Efficiency Ratio ist die jahreszeitbedingte Leistungszahl beim Kühlen: kWh Kälte pro kWh Strom über eine durchschnittliche Kühlperiode 10. Höher ist sparsamer.

SCOP bei Klimaanlagen

Die jahreszeitbedingte Leistungszahl beim Heizen im durchschnittlichen europäischen Klima 10. Sie funktioniert wie bei Wärmepumpen, gilt aber für Luftheizung und ist deshalb nicht direkt mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe vergleichbar.

Effizienzklasse Kühlen und Heizen

Klimaanlagen haben je eine Effizienzklasse für Kühlen und Heizen, von A+++ bis D, auf Basis von SEER und SCOP 10.

Schalldruck innen

Der Schalldruck der Inneneinheit in der leisesten Stufe, gemessen in geringem Abstand. Wichtig fürs Schlafzimmer; Werte um 20 dB(A) sind sehr leise.

Maximale Leitungslänge

Die längste zulässige Leitung zwischen Innen- und Außeneinheit. Sie bestimmt, wie frei Sie den Standort der Außeneinheit wählen können.

Heizt bis Außentemperatur

Die niedrigste Außentemperatur, bei der das Gerät noch heizt. Wer damit die ganze Heizperiode heizen will, sollte ein Modell wählen, das bis −15 °C oder tiefer arbeitet.

Solarmodule

Nennleistung (Wp)

Die Leistung eines Moduls unter Standard-Testbedingungen (STC): 1.000 W/m² Einstrahlung und 25 °C Zelltemperatur, angegeben in Watt-Peak. Der Jahresertrag hängt zusätzlich von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Temperatur ab.

Modulwirkungsgrad

Welcher Anteil des einfallenden Sonnenlichts in Strom umgewandelt wird. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet mehr Leistung je Quadratmeter – hilfreich bei kleiner Dachfläche. Fehlt die Angabe, berechnen wir sie aus Nennleistung und Modulfläche.

Zelltyp

Die Zelltechnologie: monokristallin (mit Varianten wie PERC, TOPCon und Heterojunction), polykristallin oder Dünnschicht wie CdTe und CIGS. Neuere monokristalline Zellen haben meist einen höheren Wirkungsgrad und einen besseren Temperaturkoeffizienten.

Bifazial

Bifaziale Module nutzen auch Licht, das auf die Rückseite fällt. Das bringt vor allem auf hellem Untergrund oder aufgeständert auf Flachdach oder Freifläche etwas; auf dem Schrägdach ist der Gewinn gering.

Full Black

Module mit schwarzen Zellen, schwarzer Rückseite und schwarzem Rahmen. Eine reine Optikfrage; der Wirkungsgrad ist oft etwas niedriger, weil die Module wärmer werden.

Temperaturkoeffizient Pmax

Wie viel Prozent Leistung das Modul je Grad über 25 °C Zelltemperatur verliert. Bei −0,30 %/°C liefert ein 55 °C warmes Modul rund 9 % weniger als unter STC. Näher an null ist besser.

NOCT

Nominal Operating Cell Temperature: die Zelltemperatur bei 800 W/m², 20 °C Umgebungstemperatur und leichtem Wind. Eine niedrigere NOCT bedeutet, dass das Modul im Betrieb kühler bleibt und etwas mehr liefert.

PTC-Leistung

Eine Leistungsangabe unter realistischeren Bedingungen als STC (1.000 W/m², 20 °C Umgebung, leichter Wind), wie sie die kalifornische CEC-Liste verwendet. Sie liegt unter der Nennleistung.

Degradation

Der Leistungsverlust durch Alterung. Im ersten Jahr ist er meist am größten (oft 1–2 %), danach geht er langsamer, typischerweise einige Zehntelprozent pro Jahr. Beides ist in der Leistungsgarantie festgelegt.

Leistungsgarantie

Der Hersteller garantiert, dass das Modul nach einer bestimmten Zahl von Jahren noch einen Mindestanteil seiner Anfangsleistung liefert, etwa 87 % nach 30 Jahren. Sie ist unabhängig von der Produktgarantie auf Material- und Verarbeitungsfehler.

Voc, Isc, Vmp und Imp

Die elektrischen Kennwerte: Leerlaufspannung (Voc), Kurzschlussstrom (Isc) sowie Spannung und Strom im Punkt maximaler Leistung (Vmp, Imp). Der Installateur braucht sie, um Strings passend zum Wechselrichter auszulegen.

Maximale Systemspannung

Die höchste Spannung, für die das Modul in einem String zugelassen ist, meist 1.000 oder 1.500 V. Zusammen mit der Voc begrenzt sie, wie viele Module in Reihe geschaltet werden dürfen.

Schneelast

Die mechanische Belastung in Pascal, die das Modul auf der Vorderseite aushält. 5.400 Pa ist ein gängiger Wert; in schneereichen Regionen und Lagen sollten Sie darauf achten.

Brandklasse

Die Einstufung des Brandverhaltens nach europäischer oder amerikanischer Norm. Relevant bei Dächern mit besonderen Brandschutzanforderungen.

Wechselrichter

AC-Nennleistung

Die maximale Wechselstromleistung, die der Wechselrichter ins Hausnetz und ins Netz abgibt.

Maximale PV-Generatorleistung

Wie viel Modulleistung (kWp) höchstens angeschlossen werden darf. Das ist oft mehr als die AC-Leistung, weil Module selten ihre volle Nennleistung erreichen; in unserer Datenbank liegt der Median beim 1,5-Fachen der AC-Leistung.

MPP-Tracker

Ein Maximum Power Point Tracker sucht laufend den Arbeitspunkt, an dem die angeschlossenen Module am meisten liefern. Mit mehreren MPP-Trackern lassen sich Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung oder Verschattung getrennt anschließen.

Strings je MPPT

Wie viele Strings (in Reihe geschaltete Module) parallel an einen MPP-Tracker dürfen. Parallele Strings müssen gleich ausgerichtet sein und gleich viele Module haben.

MPP-Spannungsbereich

Der Spannungsbereich, in dem der MPP-Tracker optimal arbeitet. Die Stringspannung muss darin bleiben – an kalten wie an heißen Tagen.

Maximaler Eingangsstrom je MPPT

Der höchste Strom, den ein Tracker verarbeitet. Moderne Module mit großen Zellen liefern hohe Ströme; passt das nicht, verschenkt der Wechselrichter Ertrag.

Europäischer Wirkungsgrad

Ein gewichteter Mittelwert des Wirkungsgrads bei verschiedenen Lastpunkten für das mitteleuropäische Klima. Er ist aussagekräftiger als der Maximalwirkungsgrad; in unserer Datenbank liegt er zwischen etwa 96,4 und 98,2 %.

Maximaler Wirkungsgrad

Der beste Wirkungsgrad im optimalen Arbeitspunkt. Klingt gut, doch der Wechselrichter läuft meist im Teillastbereich.

Hybridwechselrichter

Ein Wechselrichter, an den ein Batteriespeicher direkt angeschlossen werden kann (DC-gekoppelt). Wer später einen Speicher plant, spart sich damit einen zweiten Wechselrichter; prüfen Sie aber, welche Speichermarken unterstützt werden.

Mikrowechselrichter

Ein kleiner Wechselrichter je Modul (oder je zwei bis vier Module). Jedes Modul arbeitet unabhängig, was bei Verschattung hilft. Mikrowechselrichter bis 800 VA sind auch die Basis vieler Balkonkraftwerke.

Notstromfunktion Wechselrichter

Manche (Hybrid-)Wechselrichter können bei Netzausfall einen Notstromausgang versorgen, meist nur mit Speicher und teils über eine separate Steckdose oder Umschalteinrichtung.

Geräusch

Wechselrichter mit Lüfter brummen oder rauschen. Geräte mit hohem Geräuschpegel sollten nicht in Wohn- oder Schlafräumen hängen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SCOP und Jahresarbeitszahl?

Die SCOP ist ein genormter Rechenwert für ein durchschnittliches europäisches Klima. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt, was eine Wärmepumpe in Ihrem Haus tatsächlich erreicht, und wird gemessen oder vom Planer berechnet.

Soll ich Speicher nach Nenn- oder nutzbarer Kapazität vergleichen?

Nach der nutzbaren Kapazität: Das ist die Energie, die Sie tatsächlich entnehmen können. Die Nennkapazität ist die Gesamtkapazität der Zellen und liegt meist etwas höher.

Brauche ich eine eichrechtskonforme Wallbox?

Nur wenn Sie Ladestrom gegenüber Dritten abrechnen, etwa an Mieter oder Gäste. Für die Erstattung durch den Arbeitgeber genügt oft ein MID-Zähler; fragen Sie im Zweifel nach den Vorgaben Ihres Arbeitgebers.

Was bedeutet kWp bei Solarmodulen?

Kilowatt-Peak: die Leistung unter Standard-Testbedingungen (1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur). Im Betrieb liefert ein Modul meist weniger.

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Quellen

  1. Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) — Bundesministerium der Justiz · abgerufen 28. Sept. 2026
  2. Verordnung (EU) 2024/573 – fluorierte Treibhausgase — EUR-Lex · abgerufen 28. Sept. 2026
  3. Delegierte Verordnung (EU) Nr. 811/2013 – Energieverbrauchskennzeichnung von Raumheizgeräten — EUR-Lex · abgerufen 28. Sept. 2026
  4. Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG) — Bundesnetzagentur · abgerufen 28. Sept. 2026
  5. Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458) — KfW · abgerufen 28. Sept. 2026
  6. Liste der förderfähigen Wärmepumpen — BAFA · abgerufen 28. Sept. 2026
  7. BEG-Förderung 2026: neue Schallanforderungen für Wärmepumpen — Bundesverband Wärmepumpe · abgerufen 28. Sept. 2026
  8. Open Charge Point Protocol — Open Charge Alliance · abgerufen 28. Sept. 2026
  9. Richtlinie 2014/32/EU – Messgeräte (MID) — EUR-Lex · abgerufen 28. Sept. 2026
  10. Delegierte Verordnung (EU) Nr. 626/2011 – Energieverbrauchskennzeichnung von Luftkonditionierern — EUR-Lex · abgerufen 28. Sept. 2026